Städtische Galerie Villa Zanders

Der heutige Haupteingang


Erdgeschoss

Wer heute das herrschaftliche Gebäude betritt, wird zunächst von der aufwändigen Innenausstattung des Erdgeschosses, das allein der Repräsentation diente, beeindruckt: Spiegeltüren, Seidentapeten, Intarsienparkett, Marmorkamine, vergoldeter Stuck und Wandpaneele mit geschnitzten Ornamenten vermitteln eine Vorstellung großbürgerlicher Wohnkultur.

Halle, Speisesaal, Wintergarten, Musik-, Gesellschafts- sowie Damen- und Herrenzimmer erstrahlen seit ihrer Restaurierung wieder im alten Glanz. Allein schon wegen dieses edlen historischen Ambientes ist das Haus einen Besuch wert.

„Salonstück” von Karin Hochstatter im Erdgeschoss, 1998/99


Hier finden im Übrigen nicht nur Ausstellungen statt. Vielmehr gehört es zur Philosophie des Hauses, diesen exklusiven Rahmen auch fürEmpfänge,Trauungen und andereprivate Anlässe zur Verfügung zu stellen. Wer will, kann hier seine Familienfeier, seinen Geburtstag, sein Jubiläum zu einem unvergesslichen Ereignis steigern.

Hier im historisch geprägten Erdgeschoss hat auch dieKommunale Galerie mit ihrer Malerei des 19. Jahrhunderts auf Dauer ihren historischen und zugleich logischen Ort gefunden.

Im sogenanntenRoten Salon, also dort wo Maria Zanders einst speiste, haben die Porträts der einst im Ortsteil Bensberg lebenden Malerin Katharina Fischbach (1804-1872) und vonEgidius Mengelberg (1770-1849) ihren Platz gefunden, gewissermaßen
als imaginäre Gäste der Hausherrin.

Im angrenzenden Musikzimmer rekonstruieren die Landschaften
vonJohann Wilhelm Schirmer (1807-1863) und seinen Schülern Carl Ludwig Fahrbach (1835-1902) und Johann Wilhelm Lindlar (1816-1896), der aus Bergisch Gladbach stammt, gewissermaßen den Maria Zanders umgebenden Bilderkosmos. Sie war eine leidenschaftliche Verehrerin von Schirmer, den sie übrigens unter der Anleitung von Fahrbach fleißig kopierte.

Das angrenzende Gesellschaftszimmer nimmt weitere Bilder von Vertretern der Düsseldorfer Schule auf, insbesondere Werke von Andreas Achenbach (1815-1910) und Caspar Scheuren (1810-1887).

Es schließen sich das Damen- und das Herrenzimmer an. Hier werden wechselnde Werke aus derStiftung Lindgens gezeigt.

Hinweis für Behinderte

Das Haus ist behindertengerecht eingerichtet und über eine Rampe auch für Rollstuhlfahrer leicht zugänglich. Die einzelnen Geschosse sind durch einen Aufzug bequem zu erreichen.