Städtische Galerie Villa Zanders


Roter Salon

Der wohl schönste Raum des Hauses ist das ehemalige Speisezimmer, der heutige sogenannte Rote Salon im Erdgeschoss.

Er wurde gegen 1910 auf Veranlassung von Hans Zanders durch die renommierte Kölner Möbelschreinerei Pallenberg in einem noblen Louis-seize ausgestattet. Damit zog ein französischer Geist ein, der sich mit dem Louis-quinze im benachbarten Musiksalon fortsetzte und vermutlich insbesondere dem Geschmack der aus Belgien stammenden Ehefrau von Hans Zanders entsprach.

Der Farbdreiklang von Purpurrot, Gold und Lichtgrau bestimmt im Zusammenspiel mit einem edlen Intarsienparkett die Raumwirkung des Speisezimmers. Ein Kamin aus Carraramarmor, Spiegel und Spiegeltüren sowie Seidentapeten und profilierte Paneele tragen zur Festlichkeit des Raumes bei.

Die Supraporten zeigen im Relief Suppenterrinen und Früchtekörbe, also Motive, die auf die Funktion des Raumes hinweisen. Auch die die Wandfelder rahmenden, als Lorbeerstäbe ausgebildeten Stuckprofile weisen auf Speisen hin.